Datenquelle: | Meldepflichtige Infektionskrankheiten - Erhebung des Robert Koch-Instituts |
Kontakt: | |
- Ansprechpartner(in): |
Frau
Michaela
Diercke |
- Organisationseinheit: |
RKI / Abteilung 3: Infektionsepidemiologie / Fachgebiet 32: Surveillance |
- Telefon: | +49 3018 754-3686 |
- Fax: | +49 3018 754-3533 |
- E-Mail / Kontakt: | dierckem@rki.de |
Datenhalter: | Robert Koch-Institut [RKI (1)] |
- Straße: | Seestraße 10 |
- Postleitzahl/Ort: | 13353 Berlin |
- Telefon: | +49 3018 754-0 |
- Fax: | +49 3018 754-2328 |
- E-Mail / Kontakt: | zentrale@rki.de |
- Internet: | http://www.rki.de |
Erhebungsanlass/-zweck: | Surveillance meldepflichtiger Infektionskrankheiten. |
Rechtsgrundlage: | Infektionsschutzgesetz (IfSG). |
Datenerheber: | Gesundheitsämter. |
Berichtsweg: | Gesundheitsämter - Zuständige Landesbehörden - RKI. |
Untersuchungsobjekt: | Meldepflichtige Infektionskrankheiten und Erregernachweise. |
Kreis der Befragten: | Meldepflichtige Personengruppen. |
Erhebung: | |
- Instrumentarium: | Meldewesen. |
- Periodizität: | Fortlaufend. |
- erstmalig: | IfSG seit 1. Januar 2001. |
- zuletzt: | Aktuell. |
Aufbereitung: | |
- Periodizität: | Fortlaufend. |
Veröffentlichung: | |
- regelmäßig: | Wöchentlich: Epidemiologisches Bulletin, interaktive Datenbank SurvStat@RKI: https://survstat.rki.de/ Jährlich: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch www.rki.de/jahrbuch. |
- unregelmäßig: | - |
Vollständigkeit, Erfassungsgrad und Repräsentativität: | Bundesweite Surveillance (Grad der Untererfassung krankheitsspezifisch und abhängig von zahlreichen Faktoren). |
Abzusehende Modifikationen: | Keine. |
Vergleichbare Datenquellen: | - |
Anmerkungen: | - |
Variablen: | Erkrankte nach:
|
Dokumentationsstand: | 30.06.2021 |
Tabelle (gestaltbar): Meldepflichtige Krankheiten (ab 2001)
Meldepflichtige Krankheiten absolut und je 100.000 Einwohner. Gliederungsmerkmale: Jahre, Region, Alter, Geschlecht
Diese Tabelle bezieht sich auf:
Region: Sachsen-Anhalt, Alter: Alle Altersgruppen
Jahr (aufsteigend) | Meldepflichtige Krankheit (ICD), Darstellung, Geschlecht | |||||
---|---|---|---|---|---|---|
Alle meldepflichtigen Krankheiten | ||||||
Meldepflichtige Krankheiten absolut | Meldepflichtige Krankheiten je 100.000 Einwohner | |||||
Weiblich![]() ![]() | Männlich![]() ![]() | Alle Geschlechter ![]() ![]() | Weiblich![]() ![]() | Männlich![]() ![]() | Alle Geschlechter ![]() ![]() | |
2022 | - | - | - | - | - | - |
2021 | - | - | - | - | - | - |
2020 | 24.134 | 21.383 | 45.686 | 2.171,3 | 1.986,8 | 2.088,3 |
2019 | 11.421 | 11.138 | 22.589 | 1.021,3 | 1.028,2 | 1.026,0 |
2018 | 19.239 | 17.898 | 37.205 | 1.710,2 | 1.640,8 | 1.679,2 |
2017 | 10.735 | 10.408 | 21.146 | 949,2 | 947,3 | 948,4 |
2016 | 8.911 | 8.818 | 17.740 | 784,2 | 798,3 | 791,7 |
2015 | 9.781 | 9.492 | 19.284 | 858,5 | 861,9 | 860,7 |
![]() | 8.791 | 7.875 | 16.666 | 734,9 | 685,6 | 710,7 |
![]() | 7.280 | 6.989 | 14.269 | 572,9 | 576,8 | 574,8 |
![]()
Info
X
![]() Zusatzinformationen zur Fundstelle
In den Jahren vor 2001 wurden die Daten vom Statistischen Bundesamt erhoben. Die Daten werden in den Tabellen: Geschlechtskrankheiten (1984-2000); Tuberkulose (1991-2000), u. a. nach Alter; Tuberkulose (1991-2000), u. a. nach Region sowie Meldepflichtige Krankheiten, sonstige (1981-2000) dargestellt; siehe Links auf andere Fundstellen.
| 7.292 | 7.304 | 14.599 | 546,4 | 577,9 | 561,9 |
Die Tabelle wurde am 01.04.2025 01:43 Uhr unter www.gbe-bund.de erstellt.
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Datenquelle(n)/Ansprechpartner
- Meldepflichtige Infektionskrankheiten - Erhebung des Robert Koch-Instituts, Robert Koch-Institut (Informationen zu Datenquelle/AnsprechpartnerX
Zusatzinformationen zur Fundstelle
MethodikXZusatzinformationen zur Fundstelle
Datenhalter: Robert Koch-Institut
Statistik der meldepflichtigen Krankheiten
Gesetzliche Grundlage
Das am 1. Januar 2001 in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz (IfSG) regelt, welche Krankheiten bei Verdacht, Erkrankung oder Tod und welche labordiagnostischen Nachweise von Erregern meldepflichtig sind. Weiterhin legt das Gesetz fest, welche Angaben von den Meldepflichtigen gemeldet werden müssen und welche dieser Angaben vom Gesundheitsamt weiter übermittelt werden.
Periodizität
Jährliche Berichterstattung.
Meldeweg und Meldefristen
Der reguläre Meldeweg sieht vor, dass die Meldung von Erkrankungen oder Erregernachweisen an das zuständige Gesundheitsamt abgesetzt und von dort über die zuständige Landesbehörde an das RKI übermittelt wird. Dadurch wird gewährleistet, dass die Meldungen zuerst dort eintreffen, wo in der Regel die Maßnahmen für den öffentlichen Infektionsschutz zu ergreifen sind, nämlich im Gesundheitsamt. Die im § 7 Abs. 3 IfSG genannten Erregernachweise sind dagegen nichtnamentlich direkt an das RKI zu melden.
Die namentliche Meldung muss gemäß § 9 IfSG unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden nach erlangter Erkenntnis dem zuständigen Gesundheitsamt vorliegen.
Je nach Zuständigkeit können die Informationen zu den Fällen an andere Gesundheitsämter übermittelt werden.Erfüllt eine Meldung die vom Robert Koch-Institut erstellten Kriterien gemäß den nach § 11 Abs. 2 IfSG veröffentlichten Falldefinitionen, wird er ohne Angabe personenbezogener Daten an die zuständige Landesbehörde und von dort weiter an das RKI übermittelt (§ 11 Abs. 1 IfSG).
Die Übermittlung vom Gesundheitsamt an die zuständige Landesbehörde sowie von der Landesbehörde an das RKI soll jeweils spätestens am folgenden Arbeitstag erfolgen.
Das RKI wertet die übermittelten Meldedaten infektionsepidemiologisch aus und veröffentlicht diese periodisch.
Zuordnung nach Zeit, Ort, Alter und Geschlecht
Grundlage für eine sinnvolle Interpretation epidemiologischer Daten ist die Zuordnung der Erkrankungen nach Zeit und Ort ihres Auftretens sowie nach Alter und Geschlecht der Erkrankten.
Sonstige Hinweise
Die gesetzliche Meldepflicht nach IfSG soll sicherstellen, dass alle in der Meldepflicht aufgenommenen Zustände, d.h. Erkrankungen und Infektionen, gemeldet werden, sofern sie den Meldepflichtigen, also in der Regel den Ärzten und Laboratorien bekannt werden. Dieser Meldepflicht wird jedoch nicht immer Folge geleistet, so dass ein Teil der ärztlich oder labordiagnostisch diagnostizierten meldepflichtigen Krankheiten nicht im Meldesystem erfasst wird.
_____________
Quelle: Robert Koch-Institut: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten.
- Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Statistisches Bundesamt (Informationen zu Datenquelle/AnsprechpartnerX
Zusatzinformationen zur Fundstelle
Datenquelle: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes Kontakt: Dr. Claire Grobecker Bevölkerungsfortschreibung, Ausländer- und Integrationsstatistiken +49 611 75-3178" > - Ansprechpartner: Statistisches Bundesamt [StBA] - Zentraler Auskunftsdienst - Datenhalter: Abteilung F, Gruppe F 2, Referat F 24 - Straße: Gustav-Stresemann-Ring 11 - Postleitzahl/Ort: 65189 Wiesbaden - Telefon: +49 611 75-2405 - Kontaktformular: https://www.destatis.de/kontakt - Internet: https://www.destatis.de Erhebungsanlass/-zweck: Die Statistik liefert aktuelle Angaben zur Bevölkerungsstruktur (Geschlecht, Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit) in regionaler Gliederung. Sie wird von Ministerien, Kommunen und Behörden für administrative und Planungszwecke und die Durchführung von Wahlen sowie von Wissenschaft, Wirtschaft, Institutionen, Organisationen, Medien, Privatpersonen und der Öffentlichkeit benutzt. Sie ist Grundlage für Bevölkerungsvorausberechnungen und maßgebend zur Beurteilung langfristiger Auswirkungen demographischer Veränderungen (z.B. für Arbeitsmarkt und Altersvorsorge). Rechtsgrundlage: Bevölkerungsstatistikgesetz
Den Wortlaut der nationalen Rechtsvorschriften in der jeweils geltenden Fassung finden Sie unter https://www.gesetze-im-internet.de.Datenerheber: Es gibt keinen Datenerheber im engeren Sinn, da es sich um ein Berechnungssystem handelt. Die Berechnung erfolgt durch die Statistischen Landesämter. Berichtsweg: Statistische Landesämter - Statistisches Bundesamt. Untersuchungsobjekt: Bevölkerungsstand. Kreis der Befragten: Entfällt. Erhebung: - Instrumentarium: Der Bevölkerungsstand wird aufgrund des letzten Zensus anhand der Ergebnisse der Statistiken der natürlichen Bevölkerungsbewegungen (Geburten, Sterbefälle, Eheschließungen, Scheidungen/Aufhebungen von Ehen und Lebenspartnerschaften) sowie der Wanderungsbewegungen und des Staatsangehörigkeitswechsels gerechnet. - Periodizität: Monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich. - erstmalig: 1950 - zuletzt: Entfällt Aufbereitung: - Periodizität: Monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich. Veröffentlichung: - regelmäßig: Bis Berichtsjahr 2021: Statistisches Bundesamt, Fachserie 1, Reihe 1.3.
Ab Berichtsjahr 2022: Statistischer Bericht Bevölkerungsfortschreibung
Dazu kommen die Online-Veröffentlichungen in GENESIS (jährlich und vierteljährlich) oder in den Internettabellen (ebenfalls jährlich und vierteljährlich).
Regionaldatenbank.- unregelmäßig: - Vollständigkeit, Erfassungsgrad und Repräsentativität: Ausgehend von dem letzten Zensus beruht die Berechnung auf den Ergebnisse von sekundären Statistiken mit Vollerhebung. Abzusehende Modifikationen: - Vergleichbare Datenquellen: - Anmerkungen: - Variablen: Stand der Bevölkerung:
Monatlich:
Für Bund und Länder
Bevölkerung nach:
- Geschlecht;
- Staatsangehörigkeit deutsch/nichtdeutsch.
Jährlich (Stichtag 31. Dezember):
Für Bund, Länder, Regierungsbezirke und Kreise:
Bevölkerung nach:
- Geschlecht;
- Altersjahren;
- Staatsangehörigkeit deutsch/nichtdeutsch
Für Bund und Länder nach:
- Geburtsjahren;
- Altersjahren;
- Geschlecht;
- Familienstand (ab 1970);
- Geschlecht;
- Staatsangehörigkeiten (ab 2011).
Für Gemeinden:
Bevölkerung insgesamt und nach:
- Geschlecht.
Jährlich (Stichtag 30. Juni):
Für Gemeindeverbände und Gemeindegrößenklassen
Für Bund und Länder:
Bevölkerung nach:
- Gemeindegrößenklassen.
Jährlich (Jahresdurchschnitt):
Für Bund und Länder
Bevölkerung insgesamt und nach:
- Geschlecht
- Altersjahren;
- Geburtsjahren;
- Staatsangehörigkeit deutsch/nichtdeutsch.
Die Statistischen Landesämter veröffentlichen weitere Daten nach Alter, Geschlecht und Familienstand in tieferer regionalen Gliederung.Dokumentationsstand: 15.05.2024 MethodikXZusatzinformationen zur Fundstelle
- HUS, enteropathischX
Zusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Das enteropathische hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) umfasst schwere, unter Umständen tödliche Komplikationen, die bei bakteriellen Darminfektionen mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) auftreten können. In sehr seltenen Fällen kommt enteropathisches HUS auch bei Infektionen mit Shigellen oder anderen Erregern vor. Das Vollbild des HUS ist durch eine akute Nierenfunktionsstörung, Blutarmut durch den Zerfall roter Blutkörperchen und einen Mangel an Blutplättchen charakterisiert.
(Stand 2016)HIV-InfektionXZusatzinformationen zur Fundstelle
Aus Gesundh.-Berichterstattung des Bundes, Themenheft 31 "HIV und AIDS":
Die Infektion mit dem Human Immunodeficiency Virus (HIV), das zur Gruppe der Retroviren gehört, führt aufgrund einer schweren Schädigung vor allem der zellulären Immunität zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Hauptzielzelle des HI-Virus ist die T-Helferzelle, die eine entscheidende Rolle in der Koordinierung der Immunabwehr spielt. Wenn das Virus in den Körper gelangt, kommt es zwar zu einer Abwehrreaktion, die dabei gebildeten Antikörper können das Virus aber nicht vollständig entfernen. Das HI-Virus vermehrt sich, indem die Erbinformation in den Kern der befallenen Zellen eingebaut wird. Die Wirtszelle wird dadurch umprogrammiert und produziert neue Viren. Die Erbinformation des HI-Virus wird auch bei einer Zellteilung weitergegeben und verbleibt somit lebenslang im Körper des infizierten Menschen, was eine Heilung (bislang) unmöglich macht. Mit voranschreitender Erkrankung nimmt die Zahl und die Funktionsfähigkeit der T-Helferzellen ab, was dazu führt, dass das Immunsystem immer weniger in der Lage ist, seine Schutzfunktion zu erfüllen. Dies geht mit einer dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes einher und führt unbehandelt zum Tod.
Als AIDS" wird nach der in Europa gültigen Falldefinition eine definierte Gruppe von Erkrankungen bezeichnet, die charakteristisch für ein fortgeschrittenes Stadium der chronisch verlaufenden HIV- Erkrankung sind.Adenovirus im KonjunktivalabstrichXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Adenoviren verursachen beim Menschen verschiedene Krankheiten und lassen sich aus verschiedenen Materialien nachweisen. Die Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) beschränkt sich auf den Nachweis aus dem Konjunktivalabstrich des Auges. Damit wird die epidemische Keratokonjunktivitis, eine hochansteckende Augenentzündung, erfasst. Sie wird durch direkten Kontakt und Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen, kann aber auch durch indirekten Kontakt, z. B.) über verunreinigte Instrumente in Arztpraxen und Krankenhäusern, übertragen werden.
(Stand 2016)BotulismusXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Das typische Krankheitsbild des Botulismus ist eine schwere Lebensmittelvergiftung mit Lähmungserscheinungen, die durch das Nervengift des Bakteriums Clostridium botulinum (sehr selten auch C. butyricum oder C. baratii) verursacht wird. Der Erreger kann aber auch das spezielle Krankheitsbild des Säuglingsbotulismus hervorrufen oder in Wunden vorkommen (Wundbotulismus). Eine Sonderform ist die versehentliche Überdosierung nach therapeutischer oder kosmetischer Anwendung (iatrogener Botulismus).
(Stand 2025)BrucelloseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Brucellose ist eine zoonotische Erkrankung, die ihren Namen von der Bakteriengattung Brucella hat. Die wichtigsten Erreger sind B. abortus, B. melitensis und B. suis. Die Brucellose kann nach Verzehr von kontaminierten Tierprodukten oder nach Kontakt mit infizierten Tieren auftreten. Nutzvieh (Rinder, Ziegen und Schafe) stellt das für den Menschen relevante Reservoir dar. Beim Menschen verläuft die Infektion in der Regel als akute, grippeähnliche Erkrankung, jedoch treten auch chronische Formen mit Befall von Leber, Lunge, Herz und anderen inneren Organen auf. Chronische Verläufe werden vom Meldesystem nicht erfasst, da eine Meldepflicht nur für akute Infektionen besteht. Die Falldefinition schließt explizit Fälle aus, bei denen Symptome bereits länger als 12 Monate bestehen.
(Stand 2025)Campylobacter-EnteritisXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Bakterien der Gattung Campylobacter verursachen eine Darminfektion, die typischerweise mit Bauchschmerzen und wässrigem, gelegentlich blutigem Durchfall einhergeht. Die wichtigsten humanpathogenen Spezies sind C. jejuni und C.coli. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt vor allem über tierische Lebensmittel (Geflügel, Rohmilch) und Haustiere. Als seltene Komplikationen können das Guillain-Barré-Syndrom (eine mit Lähmungserscheinungen einhergehende Nervenerkrankung) sowie Gelenkentzündungen auftreten.
(Stand 2016)CholeraXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Cholera wird durch das Bakterium Vibrio cholerae (typischerweise durch die Serogruppen O1 und O139) verursacht, das hauptsächlich über verunreinigte Nahrung oder verunreinigtes Wasser übertragen wird. Die schwere Durchfallerkrankung kann unbehandelt wegen des ausgeprägten Flüssigkeitsverlustes schnell lebensbedrohlich werden.
(Stand 2016)Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19)XZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts:
Die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) verursacht akute respiratorische Erkrankungen und wird durch eine Infektion mit SARS-CoV-2 (severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2) ausgelöst. SARS-CoV-2 ist ein Beta-Coronavirus, das Ende 2019 in China erstmals gehäuft auftrat und Anfang 2020 als Auslöser von COVID-19 identifiziert wurde. Am 11. März 2020 wurde das weltweite COVID-19-Infektionsgeschehen von der WHO zu einer Pandemie erklärt.
Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt hauptsächlich über die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel (Tröpfchen, Aerosole), die beim Atmen, Sprechen, Husten, Niesen und Singen infektiöser Personen entstehen können. Schwere Verlaufsformen und Komplikationen können in jedem Lebensalter auftreten, betreffen jedoch vorwiegend ältere Menschen (> 60 Jahre) und solche mit chronischen Grunderkrankungen. COVID-19 kann sich in vielfältiger Weise und nicht nur in der Lunge, sondern auch in anderen Organsystemen manifestieren. In der Regel treten Atemwegsinfektionen auf, die in der Mehrzahl der Fälle mild verlaufen. COVID-19 zeichnete sich in den ersten beiden Pandemiejahren durch einen hohen Anteil schwerer Verläufe mit intensivmedizinischer Behandlung aus. Das dritte Pandemiejahr war insbesondere durch das hohe Transmissionsgeschehen aufgrund der dominierenden Zirkulation der Omikron-Variante geprägt. Im Vergleich zur Delta-Variante ging Omikron mit einer geringeren Krankheitsschwere einher. Die seit Ende 2020 zur Verfügung stehenden Impfstoffe gegen COVID-19 haben eine sehr gute Wirksamkeit gegen schwere Krankheitsverläufe.Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK)XZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) gehört zur Gruppe der spongiformen Enzephalopathien, bei denen es zu schwammartigen Gehirnveränderungen mit rascher, erheblicher Beeinträchtigung kognitiver und motoneurologischer Funktionen kommt. Als Ursache werden falsch gefaltete infektiöse Proteine, so genannte Prionen, angesehen. Humane spongiforme Enzephalopathien können sporadisch auftreten, das heißt Ursache und Risikofaktoren der Erkrankung sind unbekannt, aber auch übertragen (z. B. iatrogene CJK, variante CJK, Kuru) oder vererbt werden. Die familiär-hereditären Formen der humanen spongiformen Enzephalopathien sind in Deutschland nicht meldepflichtig.
Die sporadische Form der CJK des Menschen tritt vorzugsweise im höheren Lebensalter (>59 Jahre) auf und ist weltweit mit etwa 85 bis 90 Prozent aller Fälle die häufigste Form. Wesentlich seltener sind durch medizinische Behandlungen bedingte Übertragungen auf den Menschen. Mögliche Übertragungswege sind dabei Injektionen von menschlichem Wachstumshormon oder die Transplantation von menschlicher Hirnhaut oder Augenhornhaut, die von Verstorbenen mit einer unerkannten CJK gewonnen wurden. Im Vergleich zur sporadischen CJK betrifft die variante Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) deutliich jüngere Menschen und verläuft insgesamt langsamer. vCJK ist vermutlich auf die Übertragung des Erregers der bei Rindern beobachteten Hirnerkrankung "Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE)" auf den Menschen über die Nahrungskette zurückzuführen. Weiterhin gibt es Hinweise darauf, dass vCJK auch durch Bluttransfusionen übertragbar ist. Alle spongiformen Enzephalopathien verlaufen tödlich. Es steht derzeit weder eine spezifische Behandlung mit Aussicht auf Heilung noch eine Impfung zur Verfügung.
(Stand 2016)DenguefieberXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Das Denguevirus, bei dem 4 Setrotypen unterschieden werden, wird von vorwiegend tagaktiven Stechmücken in über 100 Ländern der Tropen und Subtropen übertragen. Es verursacht eine akute fieberhafte Erkrankung mit Kopf- und Gliederschmerzen und manchmal Hautausschlag. Die schweren, zum Teil tödlichen Verlaufsformen mit diffusen Blutungen (hämorrhagisches Denguefieber) und Kreislaufversagen (Dengue-Schocksyndrom) treten vermehrt bei erneuter Infektion mit einem anderen Serotyp und vor allem bei in Endemiegebieten lebenden Kindern auf.
(Stand 2016)DiphtherieXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Diphtherie wird durch Diphtherie-Toxin-bildende (toxigene) Bakterien der Arten Corynebacterium (C.) spp. hervorgerufen, klassischerweise durch C. diphtheriae oder den zoonotischen Erreger C. ulcerans, sehr selten durch andere zoonotische Erreger wie C. pseudotuberculosis. Seit der IfSG-Änderung im Jahr 2017 sind alle Diphtherie-Toxin-bildenden Corynebakterien melde- und übermittlungspflichtig. Diphtherie kann sich unterschiedlich manifestieren, z. B. als klassische Tonsillen- oder Rachendiphtherie mit schwerer Rachenentzündung und weiß-gräulichen Belägen, sogenannten Pseudomembranen. Wenn Erreger in bestehende Hautläsionen oder Wunden gelangen, können diese eine Haut-/Wunddiphtherie mit schmierig belegten und teils ausgestanzten Hautläsionen verursachen. Die Erreger werden bei der respiratorischen Diphtherie vorwiegend durch Tröpfchen übertragen; jedoch ist auch eine Kontaktinfektion möglich, z. B. über den direkten Kontakt mit Haut-/Wunddiphtherie-Läsionen oder infektiösen Ausscheidungen sowie indirekt über kontaminierte Oberflächen. Bei der durch C. ulcerans hervorgerufenen Haut-/Wunddiphtherie werden die Erreger vorwiegend vom Tier zum Menschen übertragen, insbesondere durch Kontakt mit infizierten oder kolonisierten Katzen, Hunden oder anderen Haustieren sowie Nutztieren. Diphtherie gehört zu den impfpräventablen Erkrankungen. Für die Grundimmunisierung empfiehlt die STIKO einen 6-fach-Impfstoff, der gegen Diphtherie sowie Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B schützt. Seit Mitte 2020 empfiehlt die STIKO für die Grundimmunisierung das von 3+1 auf 2+1 reduzierte Impfschema. Auffrischimpfungen sollten im Alter von 5 bis 6 Jahren sowie im Alter von 9 bis 17 Jahren erfolgen und dann alle 10 Jahre. Der Impfstoff beruht auf dem Diphtherie-Toxin von C. diphtheriae. Die Schutzwirkung gegen andere Diphtherie-Toxin-produzierende Corynebakterien ist bisher nicht ausreichend nachgewiesen, ein Schutz durch kreuzreagierende Antikörper wird allerdings vermutet
(Stand 2025)E.coli, sonstige darmpathogene StämmeXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Das Bakterium Escherichia coli ist ein normaler Bewohner des menschlichen Darms. Manche Stämme können allerdings mehr oder weniger schwere Darmerkrankungen hervorrufen. Die Bakterien werden durch Kontakt und vor allem durch kontaminierte Lebensmittel übertragen.
(Stand 2012)EHECXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Manche Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli bilden sogenannte Shigatoxine und können schwere blutige Durchfälle auslösen. Diese Stämme werden als enterohämorrhagische E. coli (EHEC) bzw. als Shigatoxin produzierende E. coli (STEC) oder Verotoxin produzierende E. coli (VTEC) bezeichnet. Als lebensbedrohliche Komplikation kann das enteropathische hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) auftreten. Infektionen mit EHEC treten weltweit auf, als Reservoir für die meisten EHEC-Stämme gelten Wiederkäuer, vor allem Rinder. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt fäkal-oral, wobei die Erregeraufnahme über den Kontakt mit Tierfäces, über kontaminierte Lebensmittel bzw. kontaminiertes Wasser erfolgt, aber auch durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch.
(Stand 2016)EchinokokkoseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
In Europa kommen zwei Arten der Gattung Echinococcus vor. Der Hundebandwurm (Echinococcus granulosus) führt beim Menschen zur zystischen Echinokokkose und der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) zur alveolären Echinokokkose. Der Mensch infiziert sich durch orale Aufnahme der Eier; die Larven setzen sich vor allem in der Leber, seltener auch in Lunge, Gehirn oder anderen Organen ab. Das klinische Bild ist sehr variabel und wird durch die Raumforderung der Zysten (bei Echinococcus granulosus) bzw. das infiltrative Wachstum (bei Echinococcus multilocularis) bestimmt. Symptome treten erst Monate oder Jahre nach der Infektion auf.
(Stand 2016)FleckfieberXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Fleckfieber ist eine akute fieberhafte Erkrankung mit Hautausschlag, die durch das Bakterium Rickettsia prowazekii verursacht wird. Es wird durch Kleiderläuse übertragen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.
(Stand 2025)Frühsommer-MeningoenzephalitisXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und verwandte Virusenzephalitiden werden durch das TBE (tick-borne encepha¬litis)-Virus verursacht, das durch Zecken auf den Menschen übertragen wird. Weltweit gibt es drei relevante Virus-Subtypen: den europäischen, fernöstlichen und sibirischen Subtyp. TBE ist der englische Überbegriff für alle Subtypen; der deutsche Begriff »FSME« bezeichnet die Erkrankung mit dem europäischen Subtyp. In Deutschland durch die Art Ixodes ricinus. Der typische Verlauf der FSME-Erkrankung ist biphasisch und beginnt mit unspezifischen, allgemeinen Krankheitszeichen wie Fieber, Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen (Inkubationszeit meist 7 bis 14 Tage). Nach einem kurzen Intervall von etwa einer Woche folgen die spezifischen neurologischen Manifestationen der FSME (Meningitis, Enzephalitis, Myelitis). Ein hoher Anteil der Infektionen verläuft jedoch asymptomatisch, oder die zweite Krankheitsphase bleibt aus. Schätzungen gehen von 70 bis 95% aus. Die verfügbaren Totimpfstoffe bieten einen effektiven Schutz gegen FSME.
(Stand 2025)GelbfieberXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Das Gelbfiebervirus gehört in die Familie der Flaviviren und ist im tropischen Afrika sowie im tropischen Südamerika endemisch verbreitet. Es wird durch Mücken übertragen. Die Krankheit ist durch hohes Fieber, Muskel-, Rücken- und Kopfschmerzen gekennzeichnet. Bei schweren Verläufen kommt es zu einer Leberentzündung mit Gelbsucht, Schädigung verschiedener Organe sowie inneren und äußeren Blutungen (Hämorrhagien). Die Sterblichkeit kann dann 60 bis 70 Prozent betragen. Es gibt eine Impfung.
(Stand 2012)GiardiasisXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Infektion mit dem weltweit verbreiteten Dünndarmparasiten Giardia lamblia kann unauffällig verlaufen, aber auch zu lang andauernden und über Jahre wiederkehrenden Durchfällen und Oberbauchbeschwerden mit Gewichtsabnahme sowie ausgeprägtem Meteorismus führen. Der Parasit wird fäkal-oral durch direkten Kontakt, Nahrungsmittel oder Trinkwasser übertragen.
(Stand 2016)Haemophilus influenzae, invasive ErkrankungXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Bakterien der Art Haemophilus influenzae verursachen insbesondere invasive Erkrankungen wie Entzündungen der Hirnhaut, des Kehlkopfdeckels, Knochen- und Muskelgewebes sowie Blutvergiftungen. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen oder direkten Kontakt. Gegen den Kapseltyp b wird in Deutschland seit 1990 eine Schutzimpfung im Säuglings- und Kleinkindalter empfohlen.
(Stand 2016)Hantavirus-ErkrankungXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Hantaviren sind behüllte RNA-Viren, die zur Familie der Bunyaviren gehören. Die Viren lassen sich zwei Gruppen zuordnen, der Hantaan- und der Puumula-Gruppe. Innerhalb der Gruppen lassen sich Spezies abgrenzen: Zur Hantaan- Gruppe gehören unter anderem das Hantaan-Virus und das Dobrave-Virus und zur Puumula-Gruppe das Puumula-Virus. Die Viren werden von infizierten Nagetieren über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. In deutschland sind die vor allem für Puumula-Infektionen die Rötelmaus und für Dobrava-Infektionen die Brand- und die Gelbhalsmaus). Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch die Inhalation virushaltiger Aerosole, durch den Kontakt der verletzten Haut mit kontaminiertem Staub oder durch Bisse. Die Infektion führt in Abhängigkeit vom Virustyp zu verschieden schweren Krankheitsbildern bis hin zu lebensbedrohenden fieberhaften Verläufen mit massiver Blutungsneigung. Typisch für die Infektion mit in Deutschland vorkommenden Hantaviren ist die Nierenbeteiligung.
(Stand 2025)Hepatitis AXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Das Hepatitis-A-Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden und durch direkten Kontakt, verunreinigte Nahrungsmittel oder Trinkwasser übertragen. Es verursacht eine akute Leberentzündung mit den klinischen Zeichen einer Gelbsucht. In Ländern mit niedrigem Hygienestandard ist die Durchseuchung schon im Kindesalter sehr hoch. In Europa und Nordamerika kam es in den letzten Jahrzehnten zu einem kontinuierlichen Rückgang der Erkrankungshäufigkeit, so dass hier immer weniger Jugendliche und Erwachsene eine Immunität besitzen. Eine Schutzimpfung steht zur Verfügung.
(Stand 2012)Hepatitis BXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Hepatitis B ist eine weltweit beim Menschen vorkommende, durch Hepatitits-B-Viren ausgelöste Leberentzündung, die vorwiegend sexuell und durch Kontakt mit kontaminiertem Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen wird. Bei Erwachsenen heilt sie meistens aus, kann aber in 5 bis 10 Prozent der Fälle chronisch verlaufen und in eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom übergehen. Es gibt eine wirksame Schutzimpfung.
(Stand 2012)Hepatitis CXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Hepatitis C ist eine weltweit beim Menschen vorkommende, durch Hepatitis-C-Viren (HCV) ausgelöste Leberentzündung, die parenteral übertragen wird. Ohne Therapie nimmt die Infektion in 50 bis 85 % der Fälle einen chronischen Verlauf, der über Jahrzehnte zum narbigen Umbau der Leber bis hin zur Leberzirrhose und ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch extrahepatische Manifestationen können bei einer Hepatitis-C-Infektion auftreten. Es existiert kein Impfstoff gegen Hepatitis C, jedoch eine hochwirksame antivirale orale Therapie, die genotypübergreifend eingesetzt wird. Die meisten Infektionen können so geheilt und damit auch Übertragungen verhindert werden. Deutschland hat sich dem WHO-Ziel verschrieben, die virale Hepatitis als Bedrohung der öffentlichen Gesundheit bis zum Jahr 2030 zu eliminieren. schwierig.
(Stand 2025)Hepatitis DXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Das Hepatitis-D-Virus benötigt für die Infektion die Hülle des Hepatitis-B-Virus. Hepatitis D tritt somit stets zusammen mit Hepatitis B auf und führt in 70 bis 90 Prozent der Fälle zu schweren chronischen Verläufen.
(Stand 2012)Hepatitis EXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Hepatitis E wird durch das Hepatitis-E-Virus verursacht und tritt als akut verlaufende Leberentzündung weltweit auf. Chronische Infektionen werden bei stark immunsupprimierten Personen beobachtet. In Europa und vielen anderen Staaten, in denen das Schwein zur Fleischproduktion genutzt wird, stellt die zoonotische Übertragung des Genotyps 3 und 4 durch Schweinefleisch und Schweinefleischprodukte auf den Menschen den wahrscheinlich wichtigsten Infektionsweg dar. In den Ländern Südost- und Zentralasiens, im Nahen Osten, in Nord- und Westafrika sowie in Mittelamerika (z. B. Mexiko) spielen die Genotypen 1 und 2 und mit menschlichen Fäkalien verunreinigtes Trinkwasser eine bedeutende Rolle. Weitere Genotypen des Virus können bei einer ganzen Reihe unterschiedlicher Tierspezies nachgewiesen werden. Inwiefern diese für die Epidemiologie der Hepatitis E in Deutschland eine Rolle spielen ist nicht abschließend geklärt..
(Stand 2025)Hepatitis Non A-EXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Als Hepatitis Non A bis E werden alle akuten Leberentzündungen bezeichnet, die weder von den bekannten Hepatitis-Viren der Gruppen A bis E noch von anderen bekannten Erregern oder nichtinfektiösen Ursachen hervorgerufen werden.
(Stand 2012)InfluenzaXZusatzinformationen zur Fundstelle
[Grippe] nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Influenza ist eine durch das Influenzavirus hervorgerufene, vorwiegend durch respiratorische Sekrete in tröpfchenform übertragene Erkrankung, die sich durch einen plötzlichen Beginn, hohes Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen auszeichnet. Schwere Verlaufsformen und Komplikationen können in jedem Lebensalter auftreten, betreffen jedoch vorwiegend ältere Menschen (>60 Jahre) und solche mit chronischen Grundkrankheiten. Die Influenza tritt saisonal in sogenannten Grippewellen auf, die in Deutschland meist im Januar oder Februar beginnen und innerhalb von 8 bis 10 Wochen ablaufen.
Personen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe oder berufsbedingt ein erhöhtes Infektionsrisiko haben, wird eine jährliche Influenzaimpfung im Herbst/Frühwinter durch die ständige Impfkommission empfohlen.KryptosporidioseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Kryptosporidiose ist eine Darminfektion, die durch den Parasiten der Gattung Cryptosporidium verursacht wird. C. parvum wird von infizierten Menschen und Tieren, z. B. Hunden, Katzen, Rindern und Schafen, mit dem Kot ausgeschieden. C. hominis kommt fast ausschließlich beim Menschen vor. Bei der Spezies C. hominis, die auch Ausbrüche beim Menschen verursacht, handelt es sich um den ehemaligen Genotyp 1 von C. parvum. Die Übertragung der Erreger erfolgt fäkal-oral, über verunreinigtes Wasser oder kontaminierte Lebensmittel. Normalerweise heilt die Erkrankung nach wochenlang anhaltenden Bauchschmerzen und Durchfällen von selbst aus, allerdings kann es bei abwehrgeschwächten Patienten zu schweren chronischen und u.U. tödlichen Verläufen kommen.
(Stand 2025)LassafieberXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Das Lassa-Virus gehört in die Familie der Arenaviren. Lassafieber kommt natürlicherweise nur in Westafrika vor, wo sich in manchen Regionen bei der Hälfte der Bevölkerung Antikörper nachweisen lassen. Das tierische Reservoir ist ein Kleinnagetier. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch Kontakt mit infektiösen Tierausscheidungen oder Patientenblut. Die Mehrzahl der Erkrankungen verläuft relativ mild mit grippeähnlichen Symptomen. Bei jedem fünften Infizierten kommt es allerdings zu schweren Verläufen mit einer Gesamtsterblichkeit von etwa 15 %. In Europa werden vereinzelt reiseassoziierte Infektionen diagnostiziert, und Lassafieber sollte bei unklaren fieberhaften Erkrankungen nach Aufenthalten im afrikanischen Endemiegebiet in der Differentialdiagnose beachtet werden. Ausgehend von solchen Fällen sind Folgeinfektionen im nosokomialen oder familiären Umfeld möglich, aber selten: 2016 kam es in Deutschland zu einer solchen Übertragung, Anfang 2022 im Vereinigten Königreich. Spezielle Krankheiten Virale Hämorrhagische Fieber
(Stand 2025)LegionelloseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Legionellose ist eine Atemwegserkrankung, die durch Bakterien der Gattung Legionella hervorgerufen wird. Man unterscheidet zwei typische Krankheitsbilder: das Pontiac-Fieber, welches durch Fieber, Husten und Muskelschmerzen charakterisiert ist, und die Legionärskrankheit, die mit einer Lungenentzündung (Pneumonie) einhergeht. Die Infektion erfolgt in der Regel durch das Einatmen erregerhaltiger Aerosole (generiert durch häusliche oder öffentliche Wassersysteme wie z. B. Duschen und Whirlpools oder durch industrielle Anlagen wie z. B. Verdunstungskühlanlagen). Ein weiterer wenngleich seltener Infektionsweg ist die (Mikro-)Aspiration von kontaminiertem Wasser. welches versehentlich in die Luftröhre gelangt. Mensch-zu-Mensch-Übertragungen spielen in der Praxis keine Rolle und sind bis auf einen Einzelfall bisher nicht dokumentiert worden. Epidemiologisch werden im privaten und beruflichen Umfeld erworbene, reiseassoziierte und in Krankenhäusern bzw. Pflege¬einrichtungen erworbene Legionellosen unterschieden .
(Stand 2025)LepraXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Lepra wird durch Mycobacterium leprae hervorgerufen. Nach einer Inkubationszeit von 9 Monaten bis zu maximal 20 Jahren können sehr verschiedene klinische Symptome auftreten. Diese umfassen Hauterscheinungen und Nervenschädigungen, die zu Sensibilitätsstörungen und Lähmungen führen können. Das Frühstadium der Erkrankung wird als indeterminierte Lepra bezeichnet. Nach Art der Gewebereaktion werden lepromatöse Lepra, tuberkuloide Lepra und Übergangsformen zwischen beiden (sogenannte Borderline-Lepra) unterschieden.
(Stand 2025)LeptospiroseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Pathogene Bakterien des Genus Leptospira sind die Erreger der weltweit verbreiteten Leptospirose, deren natürliche Wirte neben Ratten und Mäusen auch zahlreiche weitere Haus-, Nutz- und Wildtiere sind. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt hauptsächlich über den direkten oder mittelbaren Kontakt (z. B. durch Kontakt mit verunreinigtem Wasser) mit dem Urin infizierter Tiere, in seltenen Fällen auch durch kontaminiertes Blut oder Gewebe. Häufig verläuft die Infektion beim Menschen als unspezifische grippeähnliche Erkrankung, jedoch treten regelmäßig auch lebensbedrohliche Formen mit Blutungsneigung (Hämorrhagien), Leber- und Nierenversagen (Morbus Weil) auf.
(Stand 2025)ListerioseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Erkrankungen durch das Bakterium Listeria monocytogenes treten in verschiedenen Formen auf. Die Listeriose-Gastroenteritis äußert sich durch Durchfall mit unterschiedlichem Schweregrad. Infektionen während der Schwangerschaft (Schwangerschafts-Listeriose) können sich als Fieber oder grippeähnliche Beschwerden äußern und als Folge einer intrauterinen oder perinatalen Übertragung zu Fehl-, Früh, Totgeburt oder zur Geburt eines geschädigten Kindes (Neugeborenen-Listeriose) führen. Bei anderen Listeriosen, die nicht mit einer Schwangerschaft in Zusammenhang stehen und die vor allem bei älteren oder abwehrgeschwächten Patienten auftreten, kann es auch zu Blutstrominfektionen und Entzündungen der Hirnhäute oder des Gehirns kommen. Die Übertragung von Listeria monocytogenes erfolgt zumeist durch den Konsum kontaminierter Lebensmittel.
(Stand 2025)LäuserückfallfieberXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Rückfallfieber wird durch Borrelia recurrentis hervorgerufen. Die Bakterien werden durch Kleiderläuse von Mensch zu Mensch übertragen. Einfache Hygienemaßnahmen, insbesondere Kleiderwechsel und -reinigung, sowie die Vermeidung von zu engen Unterbringungs- und Wohnverhältnissen verhindern die Ausbreitung. Für den Krankheitsverlauf sind wiederholte fiebrige Episoden charakteristisch.
(Stand 2025)MalariaXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Malaria wird durch Plasmodien genannte parasitäre Einzeller verursacht. Die verschiedenen Plasmodienarten werden typischerweise durch Mücken übertragen. Von Reisenden aus Deutschland wird die Malaria weit überwiegend in Afrika, deutlich seltener in Asien, Ozeanien oder Lateinamerika erworben Charakteristisch für Malaria-Erkrankungen ist Fieber. Die gefährlichste Form Malaria tropica kann bei fehlender oder zu später Behandlung tödlich verlaufen.
(Stand 2025)MarburgfieberXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Ebola- und Marburgviren bilden zusammen die Familie der Filoviren. Marburgviren kommen in Zentralafrika vor, Ebolaviren im Sudan, Kongo, in Gabun, der Elfenbeinküste und Uganda. Sie führen beim Menschen zu schweren fieberhaften Krankheitsverläufen mit Blutungen. In den bisher untersuchten Ausbrüchen lag die Sterblichkeit zwischen 30 und 90 Prozent. Ausbrüche entstehen in der Regel durch eine oder einige wenige Infektionen beim Menschen durch Kontakt zu infizierten Menschenaffen oder Fledermäusen. Die weitere Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt dann in der Regel durch Kontakt mit erregerhaltigem Blut oder anderen Körperflüssigkeiten und führt zu größeren Ausbrüchen (= kein endemisches Auftreten). Mittlerweile stehen spezifische Therapeutika und Impfstoffe (gegen Ebolavirus) zur Verfügung, die bei den letzten Ausbrüchen (z. B. Demokratische Republik Kongo 2018 ¿ 2020, Guinea 2021), verursacht durch die Ebolavirus-Spezies Zaire, erfolgreich eingesetzt wurden. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo gab es 2022 eine einzelne genotypisch noch zu einem früheren Ausbruch gehörenden Erkrankung, im Westen des Landes einen kleinen Ausbruch von 5 Fällen (beide durch die Ebolavirus-Spezies Zaire). In Uganda gab es 2022 einen Ausbruch verursacht durch die Ebolavirus-Spezies Sudan.
(Stand 2025)MasernXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die sehr schnell aerogen übertragen wird und durch Fieber, Entzündung der oberen Atemwege und einen typischen Ausschlag gekennzeichnet ist. Gefürchtet sind Komplikationen wie Mittelohr-, Lungen- oder Gehirnentzündung. Impfungen bieten einen effektiven Schutz. Die Eliminierung der Masern ist ein erklärtes Ziel der deutschen und internationalen Gesundheitspolitik. Der Status der Elimination wird Deutschland zuerkannt, wenn eine endemische Übertragung der Masern über mindestens 36 Monate nicht mehr beobachtet wurde. Die Transmission wird wirksam unterbrochen, wenn mindestens bei 95 % der Bevölkerung eine ausreichende Immunität vorliegt. Seit März 2020 gilt in Deutschland das Masernschutzgesetz, das eine Nachweispflicht einer ausreichenden Immunität (in der Regel durch Impfungen) gegen Masern bei bestimmten Bevölkerungsgruppen vorsieht.
(Stand 2025)Meldepflichtige KrankheitenXZusatzinformationen zur Fundstelle
Meldepflichtige Krankheiten: In der Bundesrepublik Deutschland sind gemäß dem Infektionsschutzgesetz dort festgelegte übertragbare Krankheiten der Gesundheitsbehörde anzuzeigen. Je nach Krankheit sind der Verdacht, die Erkrankung und/oder der Tod zu melden.
(Quelle: www.rki.de)Meningokokken, invasive ErkrankungXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Meningokokken sind Bakterien der Art Neisseria meningitidis. Sie werden durch Tröpfchen übertragen und rufen eine akute, teilweise perakut verlaufende Erkrankung hervor, die sich vor allem als Meningitis oder auch primäre Meningokokken-Sepsis manifestiert. Die Letalität beträgt 5 bis 10%. Meningokokken werden in verschiedene Serogruppen unterteilt, von denen in Deutschland fast ausschließlich die Serogruppen B und C vorkommen. Seit Juli 2006 ist eine Impfung mit einem Meningokokken-C-Konjugatimpfstoff für alle Kinder im zweiten Lebensjahr von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfohlen.
(Stand 2012)MilzbrandXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Milzbrand (auch als Anthrax bezeichnet) wird durch Bakterien der Art Bacillus anthracis verursacht. Am Anfang der Ansteckungskette stehen normalerweise pflanzenfressende Säugetiere (Nutz- oder Wildtiere). Abhängig vom Ansteckungsweg können beim Menschen die Haut (Hautmilzbrand), die Lunge (Lungenmilzbrand) oder der Darm (Darmmilzbrand) betroffen sein. Zusätzlich wurde das Krankheitsbild des Injektionsmilzbrandes beschrieben, bei dem es nach Injektion kontaminierter Substanzen zu einer schweren Weichteilinfektion im Bereich der Injektionsstelle kommen kann. Unbehandelt verläuft die Erkrankung häufig tödlich. Der Milzbrand-Erreger ist wegen seiner Eignung für bioterroristische Anschläge ins aktuelle öffentliche Interesse gerückt.
(Stand 2025)Norovirus-ErkrankungXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Noroviren gehören zur Gruppe der Caliciviren. Es werden 10 verschiedene Genogruppen (GI-GX) unterschieden, wobei für den Menschen die Gruppen GI, GII, GIV, GVIII und GIX relevant sind. Sie sind weltweit verbreitet und für einen Großteil der nicht bakteriell bedingten ansteckenden Magen-Darm-Entzündungen bei Kindern und Erwachsenen verantwortlich. Die Erkrankung erhielt auf Grund der charakteristischen Symptomatik mit schwallartigem Erbrechen und des überwiegend saisonalen Auftretens in den Wintermonaten den Namen "winter vomiting disease". Die Übertragung erfolgt fäkal-oral (z.B. Handkontakt mit kontaminierten Flächen) oder durch die orale Aufnahme virushaltiger Tröpfchen, die im Rahmen des Erbrechens entstehen. Häufig sind Noroviren die Ursache von Ausbrüchen in Altenheimen, Krankenhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen. Infektionen können auch über kontaminierte Lebensmittel erfolgen.
(Stand 2025)OrnithoseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Ornithose (auch als Papageienkrankheit bzw. Psittakose bezeichnet) wird durch Bakterien der Art Chlamydia psittaci (früher auch als Chlamydophila psittaci bezeichnet) hervorgerufen. Der in Vogelexkrementen und -sekreten lange überlebensfähige Erreger wird durch Einatmen von kontaminierten Staubpartikeln aufgenommen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch wurde beschrieben, kommt jedoch nur sehr selten vor. Das Krankheitsbild ist variabel und reicht von klinisch unauffälligen Erkrankungen bis zu einer schweren Systemerkrankung. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch kommt wahrscheinlich nicht vor. Das Krankheitsbild ist vielfältig und kann fast jedes Organ betreffen. Vorherrschend ist eine fieberhafte Lungenentzündung. Daneben können Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, eine Leber- und Milzvergrößerung und Entzündungen des Herzens, des Gehirns und der Bindehäute auftreten. Eine Therapie ist mit Antibiotika möglich.
(Stand 2025)ParatyphusXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Paratyphus wird durch die Serotypen Paratyphi A, B und C des Bakteriums Salmonella enterica verursacht. Serotyp Paratyphi B ist weltweit verbreitet, während die Serotyp Paratyphi A und Paratyphi C hauptsächlich in wärmeren Ländern heimisch sind. Erkrankungen durch Infektion mit dem enteritischen Pathovar von S. Paratyphi B, vormals S. Java, die bis 2005 noch als Paratyphus-Infektionen zu werten waren, werden gemäß Falldefinition in der Kategorie der Salmonellosen übermittelt. Hauptansteckungsquelle ist der Mensch, der den Erreger mit dem Stuhl ausscheidet. Die Aufnahme erfolgt oral durch verunreinigte Nahrungsmittel, Trinkwasser oder direkten Kontakt. Das Krankheitsbild gleicht dem des Typhus abdominalis, verläuft aber in der Regel milder.
(Stand 2025)PestXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Pest wird durch die Bakterienart Yersinia pestis hervorgerufen. In Gegenden, wo die Pest noch vorkommt, wird der Erreger typischerweise durch Flöhe von befallenen Nagetieren auf den Menschen übertragen. Unterschieden wird zwischen Beulenpest (Befall von Lymphknoten), bei der in der Regel keine Übertragung von Mensch zu Mensch stattfindet, und Lungenpest mit einer schnellen Ausbreitung von Mensch zu Mensch. Im Herbst 2017 kam es auf Madagaskar, eingebettet in die jährlich wiederkehrende Beulenpestsaison im Hochland, zu einem großen Ausbruch von Lungenpest, der auch die Großstädte und Teile der Küstenebene betraf. Es wurden jedoch keine mit diesem Ausbruch assoziierten Fälle in anderen Ländern registriert.
(Stand 2025)PoliomyelitisXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Poliomyelitis, auch spinale Kinderlähmung genannt, betrifft nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Sie wird durch Polioviren hervorgerufen, die von infizierten Menschen in großer Zahl mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Die Übertragung erfolgt vorwiegend fäkal-oral. Es gibt eine wirkungsvolle Schutzimpfung. Totimpfstoff: In Deutschland wurde 1998 OPV (orale Polio-Lebendvakzine) durch IPV (inaktivierte Polio-Vakzine) ersetzt
(Stand 2025)Q-FieberXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Q-Fieber wird durch das Bakterium Coxiella burnetii verursacht, das sich innerhalb von Zellen ansiedelt. Zecken spielen eine wichtige Rolle im Infektionskreislauf der Wild- und Nutztiere. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt in der Regel auf dem Luftweg über die erregerbelasteten getrockneten Ausscheidungen (insbesondere Geburtsprodukte) infizierter Haus- und Nutztiere sowie durch die durch infektiösen Zeckenkot belastete Schafschur. In etwa der Hälfte der Fälle kommt es zu einer grippeähnlichen Erkrankung, die durch die Entzündung von Lunge, Leber, Herzmuskel oder Gehirn kompliziert werden kann. Chronische Krankheitsverläufe (hauptsächlich Herzklappenentzündungen) sind sehr selten, aber wegen ihrer Krankheitsschwere gefürchtet.
(Stand 2025)Rotavirus-ErkrankungXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Rotaviren kommen weltweit vor und verursachen Durchfallerkrankungen, die vor allem Säuglinge und Kleinkinder betreffen. Daneben erkranken Personen im Seniorenalter häufiger an einer Rotavirus-Gastroenteritis als andere Erwachsene. Die Viren werden mit dem Stuhl ausgeschieden und überwiegend durch fäkal-orale Schmierinfektion, aber auch durch verunreinigtes Wasser und verunreinigte Lebensmittel übertragen. Hauptansteckungsquelle ist der Mensch. Rotavirus-Lebendimpfstoffe für Säuglinge sind seit 2006 in Europa verfügbar. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit August 2013 die Impfung von Säuglingen gegen Rotavirus-Gastroenteritis.
(Stand 2025)Röteln, konnatale InfektionXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Übertragung des Rötelvirus (Rubellavirus) von einer schwangeren Frau auf ihr ungeborenes Kind kann - vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel - zu Fehl- oder Totgeburt oder einer Vielzahl von Missbildungen (Embryopathie) wie Taubheit, Augenschäden, geistiger Behinderung, Herzmissbildungen und Knochendefekten führen.
(Stand 2012)SalmonelloseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Salmonellosen sind durch Bakterien der Gattung Salmonella verursachte Erkrankungen. Enteritis-Salmonellen kommen weltweit u.a. in Geflügel, Schweinen, Rindern, aber auch Reptilien und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Sie werden meist durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel auf den Menschen übertragen. vor. Sie werden meist durch Lebensmittel übertragen. Beim Krankheitsbild steht Durchfall im Vordergrund. Daneben sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber möglich. Die Symptome dauern in der Regel wenige Stunden oder Tage, führen bei einem Teil der Betroffenen aber auch zu mehrtägigen Krankenhausaufenthalten. Typhus und Paratyphus, verursacht durch die beiden Salmonellen-Serovare S. typhi und S. paratyphi unterscheiden sich im Krankheitsbild deutlich von den übrigen Salmonellosen und werden in eigenen Kapiteln (s. Kap. 6.61 und 6.47) behandelt.
(Stand 2025)ShigelloseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die weltweit vorkommende Shigellose ist eine Durchfallerkrankung, die durch Bakterien der Gattung Shigella ausgelöst wird und mit wässrigen bis blutigen Durchfällen, Bauchkrämpfen und Fieber einhergeht. Es werden 4 Spezies mit unterschiedlicher geografischer Verteilung und Virulenz unterschieden. In Mitteleuropa dominiert S. sonnei. In Länder mit geringem Entwicklungsstand kommen hauptsächlich S. flexneri, S. dysenteriae und S. boydii vor. Eine seltene Komplikation ist das hämolytisch-urämische Syndrom. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über Kontakt von Mensch zu Mensch, aber auch über verunreinigtes Trinkwasser und Lebensmittel. Es wurden wiederholt auch sexuelle Übertragungen über oro-anale Kontakte angegeben.
(Stand 2025)SyphilisXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Syphilis ist eine bakterielle, durch die Spirochätenart Treponema pallidum verursachte Erkrankung, die nur beim Menschen vorkommt und sexuell, durch Blut und intrauterin von Mutter zu Kind übertragbar ist. Sie verläuft typischerweise in drei Stadien: ein sogenannter Primäraffekt (ein meist schmerzloses Geschwür an der Eintrittsstelle) bildet sich wenige Tage bis Wochen nach der Infektion; im Sekundärstadium macht sich die Erkrankung durch Allgemeinsymptome und Hauterscheinungen bemerkbar; im Tertiärstadium (Jahre nach der Erstinfektion) kann es zur Schädigung des Gehirns und der Blutgefäße kommen. Symptomfreie Phasen werden als Latenz bezeichnet. In Abhängigkeit von der seit der Infektion vergangenen Zeitspanne wird zwischen Früh- (bis etwa ein Jahr nach der Infektion) und Spätlatenz unterschieden. Infektiös sind Personen im Primär- und Sekundärstadium sowie während der Frühlatenz. Die Infektion kann durch Antibiotika (Penicillin) geheilt werden, wiederholte Infektionen sind möglich.
(Stand 2025)TollwutXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Tollwut ist eine weltweit verbreitete Zoonose, verursacht durch neurotrope Lyssaviren. Die verschiedenen Lyssavirusspezies, wie z. B. das Rabiesvirus, , werden typischerweise durch den Speichel infizierter Tiere übertragen. wird. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Biss oder durch Kontamination von Wunden oder Hautabschürfungen mit Speichel. Tollwut kann - theoretisch auch noch nach der Ansteckung - durch Impfung und Gabe von Immunglobulinen verhindert werden, verläuft aber tödlich, sobald erst einmal die typischen Krankheitszeichen aufgetreten sind. Klinisch können z. B. folgende Symptome auftreten: erhöhte Erregbarkeit, Parästhesien, Lähmungen, vermehrter Speichelfluss, Spasmen, Krämpfe, Atemlähmumg. Es wird geschätzt, dass weltweit jährlich ca. 60.000 Menschen an Tollwut sterben.
(Stand 2025)Toxoplasmose, konnatale InfektionXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Toxoplasmose wird durch den Parasiten Toxoplasma gondii hervorgerufen. Die Übertragung kann durch ungenügend gegartes Fleisch oder Umgang mit Katzen erfolgen. Beim gesunden Erwachsenen verläuft die Infektion in der Regel ohne Symptome, jedoch kann eine erstmalige Infektion in der Schwangerschaft zu schweren Schädigungen (z.B. der Augen oder des Gehirns) beim Ungeborenen führen, die zum Teil erst nach Jahren in Erscheinung treten.
(Stand 2012)TrichinelloseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Trichinellose (oder Trichinose) wird durch einen Nematoden (Fadenwurm) der Spezies Trichinella hervorgerufen. Der Mensch infiziert sich durch den Verzehr von nicht ausreichend durcherhitztem Fleisch, insbesondere vom Wildschwein oder Schwein. Die aufgenommenen Larven werden im Darm freigesetzt und wandern bevorzugt in Muskelzellen, wo sie sich verkapseln. Das kann zunächst mit Bauchbeschwerden, später mit Muskelschmerzen und Schwellungen im Augenbereich einhergehen. Aufgrund der weit verbreiteten modernen Haltungsformen in der Schweinemast und der im Rahmen der amtlichen Fleischuntersuchung durchgeführten Trichinenuntersuchungen tritt die Erkrankung in Deutschland selten auf.
(Stand 2012)TuberkuloseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Als Tuberkulose werden Erkrankungen bezeichnet, die durch Erreger des Mycobacterium-tuberculosis-Komplexes hervorgerufen werden. Im M.-tuberculosis-Komplex werden Mycobacterium tuberculosis, M. africanum, M. bovis, M. microti, M. canetti u. a. zusammengefasst. Die Übertragung der Erreger erfolgt in aller Regel aerogen von Mensch zu Mensch. . Aus diesem Grund ist zur Unterbrechung von Infektionsketten eine frühzeitige Diagnose der Tuberkulose, im Idealfall bevor sich eine offene Lungentuberkulose (infektiöse Form) entwickelt, sowie die rasch eingeleitete und konsequent über mindestens 6 Monate durchgeführte Kombinationstherapie von besonderer Bedeutung. Aus diesem Grund sind die frühzeitige Entdeckung infektiöser Fälle und die rasch eingeleitet und konsequent über mindestens 6 Monate durchgeführte Therapie zur Unterbrechung von Infektionsketten von besonderer Bedeutung. Unbehandelt ist die Krankheit durch einen langen schweren Verlauf gekennzeichnet, der mit unspezifischen Symptomen wie Appetitverlust (Gewichtsabnahme), subfebrilen Temperaturen, Nachtschweiß und Husten einhergeht. In Abhängigkeit von den betroffenen Organen ist eine vielfältige Symptomatik möglich. Tuberkulose ist in der Regel medikamentös heilbar, unbehandelt ist die Krankheit jedoch durch einen langen, schweren Verlauf gekennzeichnet.
(Stand 2025)TularämieXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die Tularämie, auch Hasenpest genannt, wird durch das Bakterium Francisella tularensis hervorgerufen. Die Infektion kann erfolgen duch Haut- oder Schleimhautkontakt mit infektiösem Tiermaterial (z.B. beim Abhäuten), durch Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch (Hasen), anderen Lebensmitteln bzw. durch Aufnahme von kontaminiertem Wasser, durch Inhalation von infektiösem Staub (aus Erde, Stroh oder Heu), Kontakt mit kontaminierten blutsaugenden Parasiten (Zecken, Mücken, Fliegen) oder beim Umgang mit den Erregern im Labor erfolgen. Das Krankheitsbild hängt unter anderem von der Eintrittspforte des Erregers ab und kann sehr verschieden sein (z.B. Geschwür an der Eintrittsstelle, vergrößerte Lymphknoten, Lungenentzündung). Ohne antibiotische Behandlung kann die Sterblichkeit über 30% betragen. Bei Infektionen mit dem in Europa auftretenden Subtyp holarctica kommt es oft zur Spontanheilung; Todesfälle sind, auch ohne Behandlung, bei Infektionen durch diesen Subtyp sehr selten
(Stand 2025)Typhus abdominalisXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Der Serovar Typhi der Bakterienart Salmonella enterica verursacht diese Allgemeinerkrankung, die mit hohem Fieber, Kopfschmerzen und Benommenheit einhergeht. Einziges Reservoir ist der Mensch. Die Übertragung erfolgt vorwiegend durch verunreinigte Lebensmittel oder verunreinigtes Wasser; dagegen ist die direkte fäkal-orale Übertragung von Mensch zu Mensch selten. . Ohne antibiotische Behandlung können 2 bis 5% der Patienten zu Dauerausscheidern werden. Selten kann dies auch nach einer Antibiotikabehandlung vorkommen.
(Stand 2025)YersinioseXZusatzinformationen zur Fundstelle
Nach dem Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten des Robert Koch-Instituts (RKI):
Die enterale Yersiniose wird durch Bakterien der Gattung Yersinia, insbesondere Y. enterocolitica, seltener durch Y. pseudotuberculosis, hervorgerufen. Die Infektion mit Y. enterocolitica kann über kontaminierte Lebensmittel vorwiegend tierischer Herkunft, Trinkwasser oder in seltenen Fällen direkt über infizierte Personen erfolgen. Zum klinischen Bild gehören u. a. Durchfälle, Bauchschmerzen und Fieber. Als Folgeerkrankungen können Gelenkentzündungen (reaktive Arthritis) oder Entzündungen des Unterhautfettgewebes (Erythema nodosum) auftreten.
(Stand 2025)
- In den Jahren vor 2001 wurden die Daten vom Statistischen Bundesamt erhoben. Die Daten werden in den Tabellen: Geschlechtskrankheiten (1984-2000); Tuberkulose (1991-2000), u. a. nach Alter; Tuberkulose (1991-2000), u. a. nach Region sowie Meldepflichtige Krankheiten, sonstige (1981-2000) dargestellt, siehe Links auf andere Fundstellen
- Datenstand: 1. März 2021
- Die Angaben für das Jahr 2020 wurden am 06.12.2021 ergänzt.
Sobald Daten für weitere Berichtszeiträume vorliegen, werden diese zeitnah hinzugefügt.
- Informationen zu Geschlechtskrankheiten (1984-2000) .
- Informationen zur Bevölkerung im Jahresdurchschnitt ab 2011 (Grundlage Zensus 2011) .
- Informationen zu Tuberkulose (1991-2000), u.a. nach Region .
- Informationen zu Tuberkulose (1991-2000), u.a. nach Alter .
- Informationen zu Meldepflichtige Krankheiten, sonstige (1981-2000) .
- Informationen zur Bevölkerung im Jahresdurchschnitt 1980-2012 (Grundlage Zensus BRD 1987, DDR 1990) .
- Vgl. auch
Indikatorensatz der Gesundheitsberichterstattung der Länder (Indikatoren 3.58, 3.59).
Gesundheitsberichterstattung des Bundes 01.04.2025